Winfried Kretschmann in Asperg!

 

Bis zum letzten Platz gefüllt war der Saal im Landgasthof Lamm, als der Grüne Spitzenkandidat für die Landtagswahl am 27. März 2011, Winfried Kretschmann, unter dem Motto "Wir bauen das moderne Baden-Württemberg“ das Regierungsprogramm der Grünen vorstellte.

Gerne war Winfried Kretschmann der Einladung unseres Landtagsabgeordneten Jürgen Walter gefolgt, der ihn in seiner Begrüßungsrede als offenen und ehrlichen Menschen charakterisierte, der künftig einen anderen Politikstil durchsetzen will, als er derzeit in der CDU geprägten Landesregierung geführt wird. Nach Negativbeispielen musste nicht lang gesucht werden, wie der Umgang des noch amtierenden Ministerpäsidenten Mappus mit dem Stuttgarter OB Schuster in jüngster Vergangenheit bewies.

 

   




Jürgen Walter und Winfried Kretschmann

 

Doch Winfried Kretschmann beschäftigte sich in seiner Ansprache weniger mit dem politischen Gegner sondern zeigte die besseren Alternativen auf, die die Grüne Politik beinhaltet. Die Bürger sollen wieder ernst genommen werden und das Vertrauen in die Politik muss wieder aufgebaut werden. Dazu bedarf es auch, dass die Abgeordneten wieder die "Nahtstelle" zwischen der Regierung den Bürgern darstellen und das Parlament seine eigentliche Funktion erfüllt.

Am Beispiel von Stuttgart 21 machte er deutlich, wie seit 15 Jahren "Kritik abgewunken" und "Planungen der Bahn durchgewunken" werden!

Oder der "EnBW-Deal" der völlig am Parlament vorbei lief.

 

  





 

Die künftige Wirtschaftspolitik erläuterte Winfried Kretschmann an Beispielen vieler mittelständischer Betriebe, die er in letzter Zeit aufgesucht habe und die bereits in die "grüne Richtung" investiert haben. Damit können wir "Klimaschutz exportieren", der z.B. in China mit solchen Produktlinien benötigt wird. Dadurch werden neue Arbeitsplätze für junge engagierte Leute geschaffen.

Die seitherige Wirtschaftspolitik, die nur den Absatzmarkt von Autos verfolge, sei rückwärts gewandt.

 

    





 

Da sich bereits heute ein Fachkräftemangel abzeichnet, sind Investitionen in die Bildung unabdingbar. Aber, wie können die Bildungschancen eines jeden einzelnen vom Elternhaus entkoppelt werden, damit jeder die Chance auf Bildung hat?

Als "gelernter Lehrer" fordert Winfried Kretschmann, Ideen in der Schulpolitik zuzulassen und das starre dreistufige Schulmodell, bei dem die Weichen für die Zukunft bereits nach dem vierten Schuljahr gestellt werden, zu verändern.

Zum Thema Steuern sagt Winfried Kretschmann, dass in Bayern und Baden-Württemberg bundesweit am meisten am Fiskus vorbei gemogelt wird. Ursächlich dafür ist auch, dass in diesen beiden Ländern die Zahl der Steuer- und Betriebsprüfer am niedrigsten ist. Hier will die Grüne Politik gegensteuern.

     




Abschließend erläutert der Mitbegründer der Grünen in Baden-Württemberg, der die Besonnenheit für eine wichtige Tugend in der Politik hält, dass mit Grüner Politik die Ökologie ins Zentrum gerückt werden soll. 

Mit lang anhaltendem Applaus beendet Winfried Kretschmann seinen beeindruckenden Vortrag und stellt sich den Fragen des Publikums.

Auf die letzte Frage, ob er Ministerpräsident werden wolle, antwortet Winfried Kretschmann, dass das Amt des Ministerpräsidenten kein "Berufswunsch sein könne, wie man Maurer oder Bäcker werden wolle", denn dies könne er selbst nicht entscheiden.

Diese Entscheidung treffe ausschließlich der Wähler!

Seiner Verantwortung würde sich Winfried Kretschmann aber nicht entziehen!

 

Deshalb bittet der Ortsverband Asperg alle Wahlberechtigten, am 27. März von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und "unsere Kandidaten" mit "ihrem Kreuz" zu unterstützen.