Öffentliche Plätze in Asperg

 

Auf dieser Seite wollen wir einige öffentliche Plätze in Asperg vorstellen, wie wir es auch in loser Folge im August und September 2005 in den Asperger Nachrichten veröffentlicht haben. Plätze auf denen man sich trifft, ausruht, entspannt oder etwas spielt, auf denen auch eventuell öffentliche Veranstaltungen, z.B Märkte stattfinden.

Öffentliche Plätze prägen das Ortsbild und tragen entscheidend dazu bei, ob sich die Bürger inihrer Gemeinde wohlfühlen oder nicht. Gemeinderat und Verwaltung bestimmen, wie diese Plätze gestaltet und instandgehalten werden, als Angebot für die Bürger, die natürlich mit ihren Steuergeldern für Gestaltung und Unterhalt aufkommen. Wir meinen, es gibt in Asperg gelungene und weniger gelungene Beispiele. Oft lassen sich durch einfache Maßnahmen Verbesserungen schaffen, z.B. durch zusätzliche Sitzbänke, Papierkörbe oder ähnliches. Es sind Ihre Plätze, nutzen Sie sie und bringen Sie sich ein, wenn Sie Anregungen, Kommentare oder Verbesserungsvorschläge haben.

Hierzu können Sie auch unser Kontakt-Formular auf dieser Homepage verwenden.

 

 

 

Platz vor der Michaelskirche

Kirche und Kirchplatz bilden eine harmonische Einheit. Die auf die Kirche zulaufenden gepflasterten Wege führen durch mit Schotter aufgefüllte Flächen hindurch. Die geschotterten Flächen sind ökologisch sinnvoll, weil sie wasserdurchlässig sind, allerdings sind sie etwas unpraktisch zum Darüberlaufen. Sitzbänke sind unserer Meinung nach genügend vorhanden und diese werden auch gerne genutzt.



 

 

Sehr stimmungsvoll wirkt der Platz, wenn abends die Kirche beleuchtet wird, besonders in der Weihnachtszeit und beim Weihnachtsmarkt. Er bietet auch ein stilvolles Ambiente für die Aktionen der Agenda-Gruppen am „Mobil-ohne-Auto“-Tag und für den alljährlichen Grünen-Flohmarkt. Auch der westlich angrenzende Parkplatz mit den zahlreichen Bäumen fügt sich gut in das Gesamtbild ein. Es ist schwer vorzustellen, dass vor gut 10 Jahren von Gemeinderat und Stadtverwaltung geplant wurde, dort ein zweigeschossiges Parkdeck zu errichten, was zum Glück durch die damalige grüne Fraktion und die SPD verhindert wurde.

 

 

Bürgergarten

Hier stellen wir mit dem Bürgergarten einen sehr gelungenen Platz vor. Der Bürgergarten wurde von der Bürgerinitiative Alte Sportplätze und den Asperger Grünen gegen den Widerstand der Mehrheit des Gemeinderats und der Stadtverwaltung durchgesetzt. Die damals geäußerten Befürchtungen, dass der Platz nicht angenommen werde und dass er durch Vandalismus verschmutzt und zerstört würde, haben sich nicht bewahrheitet. Der Bürgergarten, welcher vom Landschaftsarchitekten Dieter Späth sehr schön gestaltet wurde, wird hervorragend angenommen. Es ist immer etwas los, denn er bietet nicht nur viele Spielmöglichkeiten für Kinder, sondern auch Erwachsene können z.B. Tischtennis oder Boule spielen, joggen oder auf den Ruhebänken den Blick auf den Hohenasperg oder die schön angelegten Blumenflächen genießen.



Die Bürgerinitiative, die sich schon bei der Einrichtung des Bürgergartens mit einer großzügigen Spende beteiligt hat, ist weiterhin aktiv. Ziel ist, eine Wasserspielanlage zu erstellen, für welche auch schon ein erheblicher Betrag an Spendengeldern bereitliegt. Auch wird immer wieder der dringende Wunsch nach einer öffentlichen Toilette geäußert. Wir Grünen unterstützen diese Forderungen. Derzeit liegt dazu ein Grünen-Antrag vor, der nach den Sommerferien im Gemeinderat behandelt werden wird.

 

 

Lurer Platz

Der Lurer Platz an der Stadthalle wurde ebenfalls von D. Späth gestaltet. Durch eine bessere Anordnung wurden mehr Parkplätze geschaffen und gleichzeitig konnte mehr Grün als vorher gepflanzt werden. Neben dem Platz führt ein Spazierweg von der Eglosheimer Straße zum Bürgergarten hoch. Das Gelände zwischen Stadthalle und Kleinschwimmhalle wurde aus Kostengründen nicht neu gestaltet. Aber nachdem der kleine Spielplatz neu eingerichtet wurde und das Gelände zurzeit gut gepflegt wird, bietet sich auch hier ein ansprechendes Bild. So werden wir wie schon im letzten Jahr auch diesmal wieder unsere Veranstaltung zum Sommerferienprogramm dort durchführen.




 

Für die Zukunft besteht die Perspektive, die Carl-Diem-Straße für den Autoverkehr zu unterbrechen und so eine zusammenhängende verkehrsfreie Grünanlage von der Eglosheimer Straße bis zur Hölderlinstraße zu erhalten.

 

Emil-Nolde-Platz

Im neuen Baugebiet Lange Äcker/Überrück wurden von der Werkgruppe Grün zwei größere Plätze gestaltet. Der Emil-Nolde-Platz ist geplant als zentraler Platz und Treffpunkt für das Wohngebiet, wo man sich im Schatten der Schnittplatanen mit Blick auf einen künstlichen Wasserlauf erholen kann. Der Wasserlauf wirkt allerdings ziemlich langweilig, das Wasser fließt in geraden Steinrinnen zum Endpunkt, einem viereckigen Becken, was oft durch Schlamm verschmutzt ist. Der Boden aus grauem Schotter wirkt unfreundlich und trist. Statt der ursprünglich geplanten freien Bestuhlung sind jetzt fest installierte Ruhebänke aufgestellt. Umgeben ist der Platz von Pflanzstreifen mit Lavendel und anderen Blumen.



 

Als Aufenthaltsort wird der Emil-Nolde-Platz wenig genutzt. Wir hatten, als die Planung vorgestellt wurde, eine ansprechendere Ausführung erwartet. Die langweilige Wasserführung, der triste Schotterboden und die ständigen Probleme mit der Verschmutzung des Wasserlaufs sind eindeutige Minuspunkte.

 

Burgplatz

Der Burgplatz ist wahrscheinlich der am wenigsten genutzte öffentliche Platz in Asperg, und das mit gutem Grund. Die Idee, den Erdaushub aus dem Baugebiet zur Gestaltung eines erhöhten Platzes zu verwenden, und dadurch auch Entsorgungskosten zu sparen, ist ja nicht schlecht. Das Ergebnis: eine gewaltige, schräge Festungsmauer, eher Furcht einflößend als ansprechend, und ein großer, leerer, trister Platz mit einigen Bänken drumherum. Eigentlich sollte die Mauer durch Kletterpflanzen begrünt werden, davon zeugen noch einige kümmerliche Exemplare. Der Burgplatz selbst bietet vor allem Leere, der Boden ist mit grauem Schotter bedeckt, in der Platzmitte findet sich nichts außer einem rostigen Gullydeckel. An der Südseite wird der Platz durch eine Buchenhecke abgegrenzt, blühende Pflanzen finden sich nirgends. Das einzig Gute am Burgplatz ist, dass man von hier aus einen sehr schönen Blick auf den Bürgergarten hat und sieht, dass öffentliche Anlagen auch ansprechender gestaltet werden können




 

Wir haben im Gemeinderat und gegenüber den Planern mehrfach diese Mängel angesprochen, geschehen ist bisher außer einer Säuberungsaktion auf dem Emil-Nolde-Platz nichts. Wir setzen uns weiter für Verbesserungen mit einem vertretbaren finanziellen Aufwand ein.

 

Goetheschule und Wilhelmsplatz

Auch der Schulhof der Goetheschule wurde vom Asperger Landschaftsarchitekten Dieter Späth gestaltet. Dieser Platz ist weit mehr als ein Schulhof, sondern bietet für die Anwohner im dicht besiedelten Bereich um die Goetheschule die zentrale Erholungsfläche. Das Schulhofgelände grenzt an die vom Verkehr befreite Wilhelmstraße zwischen Schule, Kindergarten und Jugendhaus an, die ebenfalls als Erholungsfläche genutzt wird und auch einen stilvolle Umgebung für den Wochenmarkt und andere Märkte bietet. Auch wenn sich mancher statt der Sitzbänke auf Betonsockeln und ohne Rückenlehne etwas Bequemeres gewünscht hätte, sind diese umgestalteten Flächen als gelungen zu bezeichnen.

 



 

Doch damit nicht genug! Trotz knapper Kassen sollte auf Betreiben der anderen Gemeinderatsfraktionen und von BM Storer neben der Schulhofsanierung auch gleich der Wilhelmsplatz zwischen Goetheschule und Bahnhofstraße mit umgestaltet werden. So könne eine „Planung aus einem Guss“ gemacht werden. Außerdem sollte ein „städtischer Platz“ geschaffen werden. Zwar war der Wilhelmsplatz auf einen Grünen-Antrag hin vorher mit einfachen Mitteln verbessert worden und bot kein schlechtes Bild. Auch eine Bürgerinitiative, die sehr viele Unterschriften gesammelt hatte, konnte den Gemeinderat nicht von dem Vorhaben einer teuren Umgestaltung abbringen. So wurden die alten Bäume abgeholzt und der gesamte Platz bis auf schmale Randflächen zugepflastert. In der Platzmitte wurde eine Installation der Asperger Künstlerin Margit Lehmann aufgestellt. An manchen Stellen ergeben sich durchaus interessante Blickwinkel, von vielen Punkten aus wirkt der Platz aber nur kalt und leer. Daran ändert auch die kostspielige nächtliche Beleuchtung der Figuren nichts, die als Schutz vor Vandalismus für notwendig erachtet wird. Ob der Platz an Aufenthaltsqualität gewonnen hat?




 

So gut wie nichts investiert wurde in den naheliegenden „Festplatz“ an der Seestraße und in die Sportanlage bei der Kleinturnhalle. Diese Plätze stellen wir lieber nicht im Foto vor. Hier ist dringender Handlungsbedarf geboten.

Es muss ja nicht so eine aufwändige Sanierung wie beim Wilhelmsplatz sein!

 

A.Albert